Zwei Charaktere die unterschiedlicher nicht sein könnten, ein Drehbuch, das das Leben geschrieben hat & ein Thema, das man sonst nur mit Samthandschuhen anfasst − das Erfolgsrezept für einen Film, der mit 20 Millionen Kinobesucher nicht umsonst der zweiterfolgreichste Film in Frankreich geworden ist:
Von Anfang an sympathisch führen uns die beiden Schauspieler mit geradezu unverschämter Leichtigkeit durch eine Komödie, die wahrscheinlich leichter hätte ein Drama werden können.
Driss (gespielt von Omar Sy), ein arbeitsloser junger Kerl, der nicht gerade eine Bilderbuch-Karriere hinter sich hat & Philippe (gespielt von François Cluzet), ein Mann im besten Alter ohne jegliche finanzielle Einschränkung, jedoch vom Hals ab gelähmt, erleben etwas, das sich die meisten vermutlich nicht mal vorstellen können − echte Freundschaft.
“Die Jungs aus der Vorstadt kennen kein Mitleid” – “Das ist genau was ich will: Kein Mitleid.” (Quelle: Ziemlich beste Freunde 2011)
Man spürt geradezu den erhobenen Zeigefinger, der einen ermahnt: “Warum seht Ihr immer nur das Oberflächliche und vergesst dabei was wirklich wichtig ist, den Menschen?”. Doch eben weil davon in keiner Sekunde des Films die Rede ist, zieht sich jeder seine eigenen Schlüsse daraus. Weil das Offensichtliche nicht offensichtlich ist.
Ziemlich beste Freunde, ein Film mit dem keiner gerechnet hat und der doch jeden begeistern wird.
Netter Blog, mundet mir.